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Warum ist die Jungfrauengeburt wichtig?

Quelle: https://escapetoreality.org/2023/11/30/why-does-the-virgin-birth-matter/


Eine der Fragen, die um Weihnachten gestellt werden, lautet: „Wurde Jesus wirklich von einer Jungfrau geboren?“

Ist das eine wichtige Frage? Manche sagen nein. Sie sagen, dass sie nicht glauben müssen, dass Jesus von einer Jungfrau geboren wurde, um zu glauben, dass er der Erlöser ist.

Aber die Jungfrauengeburt ist sehr wichtig, und zwar aus mindestens drei Gründen.

Zuerst sagten die Propheten, dass die Jungfrauengeburt ein messianisches Zeichen sein würde:

In der Weltgeschichte gab es Milliarden von Geburten, aber nur eine Jungfrauengeburt. Die Jungfrauengeburt beweist, dass Gott mit uns und nicht gegen uns ist (Matthäus 1,23). Es beweist, dass Jesus vom heiligen Gott kam und nicht vom sündigen Adam.

Zweitens sagte Johannes der Täufer, dass Jesus das Lamm Gottes sei, das die Sünden der Welt hinwegnimmt (Johannes 1,29). Jesus konnte das nur, wenn er von außerhalb der Welt kam. Ein sündiger Sohn aus Adams Linie konnte unsere Sünden nicht tragen, aber Gottes Sohn kann es.

Drittens brauchten wir einen Hohepriester, der von Sünde unberührt war (siehe Hebräer 4,15; 1. Johannes 3,5), und eine Jungfrauengeburt verschafft uns einen.

Entfernt man die Jungfrauengeburt, bleiben Zweifel übrig. Ist Gott wirklich mit uns? Ist Jesus wirklich der sündlose Erlöser? Hat er alle unsere Sünden getragen?

Inwiefern war Jesus, der Sohn Gottes, „ganz Mensch“? Die traditionelle Antwort ist, dass er eine menschliche Mutter hatte. Dies führt jedoch zu zwei Problemen. Erstens: Jeder menschliche Elternteil würde den sündlosen Erretter mit der Erbsünde beflecken – wenn es denn so etwas wie Erbsünde gäbe. Zweitens zieht nur ein menschlicher Elternteil nach sich, dass Jesus nur ein halber Mensch war, wie Commander Spock aus Star Trek.

Theologen sind nichts anderes als erfinderisch, also lösen sie das erste Problem, indem sie sagen, dass die Erbsünde ein spezifisch männliches Problem ist. Joseph hatte es; Maria hatte es nicht. Was bedeutet, dass wir Jesus nicht wirklich brauchen, denn Maria hätte unsere sündlose Hohepriesterin sein können.

Und sie lösen das zweite Problem, indem sie… Nun, eigentlich beschäftigen sie sich überhaupt nicht mit dem zweiten Problem. Sie ignorieren es einfach.

Gottes Sohn war ganz Mensch, weil der Schöpfer, der den ersten Adam erschuf, durchaus in der Lage war, den letzten Adam zu erschaffen. Jesus hatte keine Mutter, zumindest nicht im biologischen Sinne. Jesus ist der ewige Gott, der Schöpfer von allem, einschließlich von Maria (Johannes 1,1; Kolosser 1,15-16).

So wie Josef dem Erretter keine DNA beisteuerte, so tat es auch Maria nicht. Wie sollte sie auch, da sie genauso ein Teil von Adams versklavter Familie war wie Joseph. Maria sorgte für eine Gebärmutter, aber nicht für ein ein Ei.

Das Wort für Leib (soma) bedeutet einen ganzen Körper. Darum trifft die Übersetzung von Roland Werner den Sinn der Aussage recht gut: »Aber einen Körper hast du für mich bereitgestellt.«

Für die meisten von uns beginnt das Leben im Mutterleib, aber Jesus hatte keinen Anfang. Das Wort, das Fleisch geworden ist, war bei Gott, als die Schöpfung begann (Johannes 1,1). Jesus brauchte weder einen Samenspender noch einen Eizellenspender. Er brauchte einen Körper, und den gab ihm der Heilige Geist.

An dem einen Tag war Maria nicht schwanger; am nächsten Tag war sie: „Schwanger befunden von dem Heiligen Geist.“ (Matthäus 1,18; Elberfelder Bibel 2006).

Darin liegt viel Geheimnisvolles. Wie geschah das Wunder der Jungfrauengeburt? Wir wissen nicht wie, aber wir kennen das Wer. Wie ist das Wort Fleisch geworden? Der Heilige Geist ist die Antwort.

Viele Übersetzungen besagen, dass Jesus von einer Frau geboren wurde, aber in diesem Fall macht es die Die Zürcher Bibel richtig. Jesus wurde von einer Frau zur Welt gebracht, nicht von einer Frau geboren. (Das ursprüngliche Verb »ginomai« bedeutet entstehenwerden. »zur Welt gebracht« und »unterstellt« ist im griechischen Grundtext dasselbe Verb.) Jesus Körper nahm in Marias Schoß Gestalt an.

Das erklärt nebenbei, warum Jesus sagen konnte, dass Johannes der Größte unter den von Frauen Geborenen war (Matthäus 11,11). Sicherlich ist Jesus der Größte von allen, aber Jesus wurde nicht im herkömmlichen Sinne von einer Frau geboren.

Alle vier Schreiber der Evangelien bezeichnen Maria als Jesus Mutter, aber sie war nicht seine leibliche (biologische) Mutter. Maria war eine Leihmutter, die das Kind vom Himmel ausgetragen und aufgezogen hat.

Maria war eine außergewöhnliche Frau, die hoch in Gottes Gunst stand und sicher zu Recht von der Kirche in Ehren gehalten wurde. Doch nirgendwo in der Heiligen Schrift bezeichnet Jesus sie als Mutter. Stattdessen nennt er sie Frau (Johannes 2,4; 19,26).

Wenn man Jesus fragte, wer seine Mutter sei, antwortete er: „Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und tun.“ (Lukas 8,21). Jesus war Maria gegenüber nicht respektlos, aber wie Melchisedek war er „ohne Vater, ohne Mutter“ (Hebräer 7,3).

Der erste Adam hatte keinen Vater und keine Mutter und der letzte Adam auch nicht.

Die Bedeutung der Jungfrauengeburt liegt darin, dass Jesus nicht in Adams versklavte Familie hineingeboren wurde und nur ein freier Mann einen Sklaven freikaufen kann. Wegen Adam wurde die Menschheit unter die Sünde und unter den Tod versklavt. Aber Jesus ist unser Erlöser vom Himmel. Ein solcher Erlöser, frei und unberührt von der Sünde, ist in der Lage, diejenigen, die durch ihn zu Gott kommen, vollkommen und für immer zu retten.

Wahrlich, die Jungfrauengeburt ist wesentlich für unseren Glauben.



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